Der erste Ton
Seit Wochen drehe ich mich im Kreis. Ich will etwas starten – einen Ort für Texte, Beobachtungen, Resonanzerlebnisse. Resonanzwanderer. Aber die Fragen türmen sich: Für wen schreibe ich? Welches Format? Welche Stimme? Unter welchem Namen? Was erwarte ich davon? Planung als Vermeidung. Heute stehe ich in der Küche, Zucchini in der Pfanne, iPad aufgestellt. Auf YouTube ist ein Video, das ich nicht gesucht habe: “Warum wir mehr improvisieren sollten.” Es geht um Jazz. Nicht um Noten, nicht um Theorie – um die Haltung dahinter. Musiker, die nicht wissen, was als nächstes kommt, und genau deshalb spielen. Die den ersten Ton setzen, ohne den zweiten zu kennen. ...